<br /> - Dr Nikolaus Größing - Zentrum Neurochirurgie Salzburg

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Wie wir behandeln > Alternative Medizin

Bewegungstherapie

„Man hilft den Menschen nicht, wenn man das für sie tut, was sie selbst machen können!"
Dieses Zitat von Abraham Lincoln ist sozusagen der Schlüsselsatz für meinen Ansatz in der Behandlung von Kreuzschmerzen. Der klassische Bandscheibenvorfall mit Schmerzen, Gefühlsstörungen und eventuell Muskellähmungen gehört in seiner Behandlung anfangs sicherlich in die klassische Medizin mit Schmerztabletten, Infiltrationen und Infusionen oder sogar der Operation, insbesondere dann, wenn hochgradige Lähmungserscheinungen vorhanden sind.
Die häufigste Ursache für den Kreuzschmerz sind aber abgenützte Bandscheiben, Verknöcherungen und Verschleiß von den kleinen Wirbelgelenken oder auch Überlastungen der Bandscheiben. Bei der Untersuchung meiner Patienten stelle ich dabei immer wieder fest, daß in erster Linie Haltungsschäden dafür verantwortlich sind. Langes und oftmaliges Sitzen führt zu Verkürzungen des Hüftbeugemuskels, der Oberschenkelvorderseitenmuskulatur, aber auch zu Verhärtungen in den Muskeln der Oberschenkelrückseite, was direkte Auswirkungen auf die Rückenmuskulatur hat.
Im Rahmen des Patientengesprächs stelle ich auch immer die Frage „Welchen Sport oder welche Bewegung betreiben Sie?" und ich höre leider zu oft die Antwort: Nichts. Wenn Bewegung gemacht wird dann ist es Radfahren, Skifahren, Skitouren gehen, mit dem Hund spazieren gehen oder auch Schwimmen. Hand aufs Herz, gehören Sie auch zu dieser Gruppe? Ja? Dann haben Sie eine gute Chance auf eine degenerative Wirbelsäulenerkrankung, vor allem, wenn Sie auch viel sitzen.
Wir Menschen sind von der Natur zu Bewegungswesen programmiert, unsere Muskeln werden nur trainiert, wenn wir sie auch verwenden. Wenn Sie früher Sport getrieben haben, hat Ihre Muskulatur diesen Zustand nicht aufrecht erhalten können, auf Vorrat trainieren geht nicht.
Die Lösung ist so einfach – die Bewegungstherapie. Seit 2009 erarbeiten mein Mitarbeiter Stephan Koudelka und ich Bewegungsprogramme für unsere Patienten und der Erfolg gibt uns recht. In unserer Aufarbeitung konnten wir feststellen, daß mehr als 80% von der Bewegungstherapie profitieren und eine deutliche bis vollständige Verbesserung ihrer Beschwerden bereits nach wenigen Wochen angeben.
Meines Erachtens muß sie Bewegungstherapie 4 grundlegende Bedingungen erfüllen. Erstens muß sie individuell, d.h. auf den bestimmten Patienten abgestimmt sein. Zweitens muß sie machbar sein. 15 Übungen jeden Tag jahrelang machen nur ganz wenige Patienten, bei den meisten liegt die Anleitung spätestens nach Erreichen eines akzeptablen Schmerzzustands in der Schublade. 5 Minuten morgens und 5 Minuten abends reichen aber in den meisten Fällen aus, um die Beschwerden deutlich zu verbessern. Wenn man nun drittens die Übungen auf diese 5 Minuten reduziert müssen diese auch zusammenpassen. Dehnungs- und Kraftübungen sind unerlässlich. Und viertens müssen die Übungen so einfach sein, daß sie jederzeit und überall gemacht werden können. Urlaub macht man von der Arbeit, nicht von den Übungen.
Diese 4 Kriterien erreichen wir durch den Einsatz der Medimaus. Dies ist ein Gerät, mit dem einfach die Brust- und Lendenwirbelsäule schmerzlos abgefahren wird und Daten gesammelt werden.


Aus diesen Daten erstellen wir dann eine Patientenmappe mit Pilates-Übungen, die genau erklärt werden. Diese Übungen probieren Sie dann zu Hause aus. Nach zwei bis drei Wochen haben Sie dann mit mir einen Kontrolltermin, wo ich mir die Ergebnisse anschaue und mit Ihnen bespreche, welche Übungen Ihnen gut tun und welche weniger. Ich ändere dann eventuell Übungen nehme welche weg oder füge welche hinzu und reduziere dann Ihr Programm im allgemeinen auf 2 Übungen morgens und 2 abends.
Sie werden sehen, daß ich Ihnen die Hilfestellung gebe, Ihren eigenen Körper wieder zu aktivieren und beweglicher zu machen. Und dies wird Ihren Schmerz reduzieren
 


 
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